Eine Parteiprogramm ist keine Smartphone Betriebsanleitung.

Update:
Am 01.11.2017 habe ich den Text, in dem ich in einer persönlichen Einschätzung als einen Teil der Wahlkampforga, auch die Zusammenarbeit mit externen Personen wiedergegeben hatte, gelöscht.

Dieser Text war nicht gedacht „irgendwelche“ Menschen, die im Wahlkampf aufopfernd gearbeitet haben zu diffamieren oder ihre Arbeit schlecht zu reden.
Es war einfach nur eine Sichtweise um bei späteren Wahlkämpfen nicht Fehler zu wiederholen, die von allen Seiten gemacht wurden. Ich bekam auch eine recht positive Resonanz von mehreren Personen zu diesem Text.

Da dies aber zumindest von einer Person anders gesehen wurde, und ich nicht die Absicht hatte dieser Person zu schaden, habe ich den Text gelöscht.
Der Text war mir nicht so wichtig, um es hier auf eine Diskussion, die keinem geholfen hätte, ankommen zu lassen.

Jürgen

Und wieder grüßt das -Piraten- Murmeltier…

Holla, wieder eine Wahl, die für die Piratenpartei desaströs ausgegangen ist.

Und kaum ist das Wahlergebnis länger als 12 Stunden bekannt, kommen schon die ersten Vorschläge was man jetzt machen kann, nein sollte, oder besser muss.
Dies haut mich regelmäßig vom Hocker.
Es gibt Menschen, die können in so einer kurzen Zeit, wo ich es mal gerade schaffe den eigenen Wahlkreis einigermaßen ungenau zu analysieren, Lösungen für die komplette Partei anbieten.
Also entweder hatten sie so etwas in der Schublade und es wurde nun je nach Ergebnis Schublade X, Y oder Z geöffnet oder sie sind Genies die dies aus dem Ärmel schütteln. Aber beide könnten in der freien Wirtschaft entweder als Hellseher oder Analyst Millionen verdienen. Dass sie ihr Wissen und ihre Weisheit den Piraten kostengünstig zur Verfügung stellen, versteht sich von selbst – Man weiß halt was für die Partei richtig ist.

Nein, so etwas kann ich jetzt absolut nicht bieten. Ich kann eigentlich gar nichts bieten, außer ein:
„Bitte lasst euch Zeit, bevor hier Lösungen präferiert werden“.

Denn auch kleine Analysen, und sei es nur eine minimale Wahl- und eine Umfeldanalyse, also der Analyse von internen und externen Wahlbedingungen kosten Zeit, Kraft und setzen stringentes Arbeiten mit geeignetem „Material“ voraus.

Aber dieses Vorgehen ist meiner Meinung nach unerlässlich um Lösungswege zu finden, die nicht aus dem Bauchgefühl heraus entstehen.
Obwohl auch diese richtig sein können. Aber dies mit Fakten zu belegen ist dann meist nicht möglich, und eine gute Idee oder ein gutes Vorhaben verpuffen somit schnell.

Die Piratenpartei wird jetzt von niemanden getrieben, wir stehen in keinem Fokus und sollten dies nutzen um uns in Ruhe und mit Abstand zur Wahl Gedanken zu Lösungswegen, und Werkzeugen um diese zu finden, zu machen.

Ansonsten wird die „Weiter so“ und/oder „Jetzt erst recht“ Fraktion, wie nach jeder verlorenen Wahl, um Nuancen verändert, dort weiter machen wo vor der Wahl aufgehört wurde.
Hat uns bisher nicht so weit gebracht, oder täusche ich mich da?